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Titelbeschreibung
Basil, Otto (1901-1983):
Brief m.e.U. Wien 15.01.1956. 1 S. 4° - Signierter Originalholzschnitt auf Japan von Edgar Jené (30 x 22 cm, unbeschnitten) - Beilagen.
_. 1.
An den Direktor (des Wiener Volkstheaters Leon Epp, 1905-1968), bei dem er sich "für den überaus genussreichen chinesischen Abend" bedankt (Ende September war hier die 'Chinesische Mauer' von Max Frisch als Wiener Erstaufführung gegeben worden, in deren Nachklang wohl ein Empfang stattgefunden haben dürfte. "Als ein kleines Zeichen meines Dankes überreiche ich Ihnen beiliegend ein paar Verse von mir, chinesische Themen behandelnd, aus einem frühen Gedichtbuch 'Freund des Orients', Wien 1928, von dem ich leider selbst nur noch ein einziges Exemplar besitze". [Hier irrt Basil: Der genannte Gedichtband, mit Illustrationen von Edgar Jené, war 1940 erschienen - die beigelegten Fahnen sind jene zu seinem Gedichtband 'Im Sternbild der Waage' von 1945]. "Ferner lege ich einen vom Stock mit der Hand gedruckten Holzschnitt von Edgar Jené bei, der eine Illustration zu den 'Vier Sprüchen an Mond und Stern' darstellt". Als Dramaturg unter Günther Haenel am Volkstheater hatte Basil in den Gängen des Theaters 1945/1946 Ausstellungen organisiert, darunter von Jené, der damals auch 'Sand aus den Urnen' von Paul Celan illustriert hat. Möglicherweise sind die Gedichte Basils, der auch als Herausgeber des PLAN gewirkt hat, 1928 entstanden. Jené war 1935 nach Wien übersiedelt. Der spätere spiritus rector der Wiener Phantasten hat, gemeinsam mit Arnulf Neuwirth, den Nachwuchs mit dem Surrealismus bekannt gemacht.
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