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Titelbeschreibung

Bröger, Karl: Kamerad als wir marschiert (Kriegsgedichte).

Eugen Diederichs Verlag: Jena. 1917. Namenszugam Vorsatz "Wilhelm Kunze" (Anm. Freund v. Hermann Hesse). 47 S. Gr. 8°.

----- Karl Bröger (* 10. März 1886 in Nürnberg; gest. 4. Mai 1944 in Erlangen) war ein deutscher Arbeiter- und Heimatdichter. Seinen Lebensunterhalt verdiente er anfangs als Bauarbeiter. Wegen kleinerer Delikte kam er mit dem Gesetz in Konflikt. Offen schildert er seine Jugendjahre in dem autobiographischen Roman Der Held im Schatten. Ab Herbst 1906 leistete er seine zwei Jahre Militärdienst beim 21. bayerischen Infanterieregiment. Erste literarische Arbeiten veröffentlichte er 1910 in den Süddeutschen Monatsheften. 1912 erschien Brögers erster Lyrikband Gedichte, gefördert von Franz Muncker. Nach frühen Publikationen wurde er in die Redaktion der sozialdemokratischen Fränkischen Tagespost berufen, für die er bis 1933 arbeitete. Ab 1924 schrieb er auch für die Zeitung Der Reichsbanner des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, das er in Franken mitgegründet hatte. Bröger schrieb auch für andere sozialdemokratische Periodika und war zeitweise Redakteur der Jungsozialistischen Blätter. Er engagierte sich in der Jugendbewegung. Nebenher war er von 1921 bis 1929 Dozent für Literatur an der Volkshochschule Nürnberg und leitete Literaturkurse. Er wurde im März 1933 in Nürnberg zum SPD-Stadtrat gewählt, daraufhin von Juni bis September 1933 im KZ Dachau inhaftiert. Danach musste er sich umorientieren und arbeitete als freier Schriftsteller. Einige seiner Gedichte wurden von den Nationalsozialisten, die versuchten, ihn auf ihre Seite zu ziehen, aufgegriffen und gedruckt. Seine weiteren Kriegsgedichte haben zunehmend unpolitischen und später pazifistischen Charakter (besonders in Soldaten der Erde, 1918 und später Flamme, 1920); sie stellen die Realität des Kampfes, die Details moderner Kriegstechnik in den Vordergrund. Bis zum Ende des Krieges betonte er das Leiden und die Kameradschaft der einfachen Soldaten, so auch in seiner weitverbreiteten Erzählung Bunker 17 (1929). In seinem Spiel Kreuzabnahme (in Flamme, 1920) thematisierte er den Krieg als Produkt ökonomischer Interessen ////////// Wilhelm Kunze wird am 1. 9. 1902 in Nürnberg geboren. Im Haus seines Onkels, lernt Kunze Thomas und Heinrich Mann sowie Rudolf Steiner kennen. Kinderlähmung und eine schwere Herzkrankheit überschatten die Kinderzeit. Ab 1922 werden erste Gedichte und Novellen veröffentlicht, die u. a. Hesse zu einer enthusiastischen Rezension bewegen. Kunze heiratet 1925 und wird freier Schriftsteller. Von da an bis 1933 liefert er regelmäßig kulturkritische Beiträge für verschiedene Zeitungen Nürnbergs. Als einen der ersten setzen die Nationalsozialisten Kunze auf die Negativliste. Kunze leidet immer stärker an der politischen Situation, auch sein ohnehin schwacher Gesundheitszustand verschlechtert sich dramatisch. 1939 wird sein letztes Buch Blauer Himmel um die Erde (1936) beschlagnahmt. Kunze stirbt - isoliert und vereinsamt - am 1. 7. 1939 an Herzinsuffizienz in Nürnberg.

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