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Titelbeschreibung
Andlaw-Birseck, Heinrich Bernhard Reichsfreiherr von, dt. Politiker u. Ultramontanist (1802-1871):
39 eigenh. Briefe m. Unterschrift.
Hugstetten, Freiburg u.a., 1851-1865. Zus. 148 S., 8° bzw. Gr.-8°.
Reichsfreiherr Heinrich Bernhard von Andlaw-Birseck war der Sohn des badischen Ministers Reichsfreiherrn Konrad Karl von Andlaw-Birseck (1763-1839) und dessen Ehefrau Sophie von Schakmin. Der badische Diplomat Reichsfreiherr Franz Xaver von Andlaw-Birseck (1799-1876) war sein älterer Bruder. Heinrich Bernhard Reichsfreiherr von Andlaw-Birseck stand 1821-1825 im badischen Militärdienst und machte sich 1835-1866 als Mitglied der Ersten badischen Kammer durch konsequente Vertretung katholischer und feudaler Prinzipien bemerklich; auch agitierte er in Deutschland für die Grundsätze der katholischen Kirche und spielte auf den Wanderversammlungen der katholischen Vereine durch seine populäre Beredsamkeit eine wichtige Rolle. Er starb 3. März 1871 auf seiner Besitzung Hugstetten bei Freiburg. - Andlaw-Birseck schrieb u.a. ?Der Aufruhr und Umsturz in Baden, als eine natürliche Folge der Landesgesetzgebung? (Freiburg, 1850), ?Priestertum und christliches Leben? (Freiburg, 1865) sowie mehrere Flugschriften polemischen Inhalts. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand.
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