Titelbeschreibung
Naturgeschichte der Giftpflanzen, die in der Oesterreichischen Pharmakopie officinäl sind. Mit einem Anhang von den noch über dieß in den andern Deutschen Officinen vorgeschriebenen oder sonst vorzüglich kennenswürdigen Giftpflanzen und Giftschwämmen. Für Ärzte, Arzneybereiter und zur Vermeidung des schädlichen Vergreifens im allgemeinen Leben. Bearbeitet und herausgegeben von einer Gesellschaft von Aerzten und Kräuterkennern.
Wien, Reilly, 1807. 211 S., 4 Bll. 60 altkolorierte Kupfertafeln. 8°. HLdr. der Zeit mit Rückenschild (restauriert, etw bestoßen und beschabt).
Erste Ausgabe. - Nicht bei Nissen. - Bibl. Plesch S. 346: "Livre peu commun qui semble avoir été négligé par les bibliographes". - Die schönen Pflanzendarstellungen meist mit Frucht, Blüte, Stempel und anderen Bestandteilen. Enthält ferner einige mykologische Abbildungen. - Die Verfasser des Werkes werden im Vorwort genannt, es handelt sich dabei um eine Auswahl der bedeutendsten zeitgenössischen Mediziner bzw. Naturwissenschaftler in Wien. Genannt werden: Joseph Franz von Jacquin und Nikolaus Joseph von Jacquin (diese beiden hatten ja die damals neue österreichische Pharmakopoe "Pharmacopoae austriaca provincialis emendata" von 1794 geschaffen), Leopold Trattinnick (er bearbeitete unter anderem die Kapitel über die Pilze), Franz Bredemeyer, Anton August Castelliz (von ihm stammen die meisten Abhandlungen) und Ignaz Joseph Pessina (der für verterinärmedizinische Belange zuständig zeichnete). - Etw. gebräunt und fleckig.
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