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Titelbeschreibung
"Das Rolandslied des Pfaffen Konrad. Nach der Ausgabe von Carl Wesle. Altdeutsche Texte für den Akademischen Unterricht ; 3."
"Vlg. M. Niemeyer; Halle, 1955.". "326 S. Fadengeheftete Broschur.".
"Einband etwas gebräunt. - Das Rolandslied, auch Rolandslied des Pfaffen Konrad oder Mittelhochdeutsches Rolandslied genannt, ist eine mittelhochdeutsche Adaption der altfranzösischen Chanson de Roland durch den Dichter Pfaffe Konrad. Während sich in den Grundzügen der Handlung keine Abweichungen finden lassen, ist es vor allem der starke christliche Grundton, der eine Betrachtung von Konrads Version dieser chanson de geste als eigenes Werk nahelegt. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund des Konfliktes zwischen Christen und Muslimen in Spanien, welches durch das Heer Karls des Großen besetzt wird. Im Zuge einer List bietet der Muslimenkönig Marsilie die Hinwendung seines Volkes zum Christentum an. Der von Karl benannte Abgesandte, Rolands Stiefvater Genelun, verrät Land und Glauben und strickt mit den Heiden einen Komplott, an dessen Ende Rolands Tod und der Untergang des fränkischen Reiches stehen sollen. Gemäß dem Plan wird Karl zum Abzug nach Aachen bewegt. Roland, nun Lehensherr über Spanien, bleibt zurück. Die Gefolgsmänner Rolands sind zugleich Teil von Karls engstem Beraterkreis und sehen sich einem übermächtigen heidnischem Heer gegenüber. Es kommt zur Schlacht zwischen den beiden Parteien, in deren Folge die Christenschar aufgerieben wird, den Heiden aber schwer zusetzt. Zu spät erscheint Karl auf dem Schlachtfeld, um seine Landsleute zu retten. Roland und seiner Streitmacht wird so der Märtyrertod beschert. Von einer erneuten Übermacht der Heiden und deren König Paligan in eine weitere Schlacht verstrickt kämpfen die Franken erneut. Diesmal wird das Hauptheer des Reiches von Karl persönlich in die Schlacht geführt. Die Schlacht endet mit einem Sieg der Franzosen nach einem göttlichen Eingriff, der Karl zum Sieg im Zweikampf gegen Paligan und den zuvor ermüdeten Christen zu neuer Stärke verhilft. König Marsilie stirbt aufgrund seiner Trauer über das Leid der Heidenvölker. Brechmunda, die Gattin Marsilies, lässt sich taufen und bewegt den Rest der heidnischen Bevölkerung zum Übertritt zum Christentum. In Aachen verstirbt Rolands Frau Alda, als ihr die Nachrichten vom Tod ihres Mannes berichtet werden. Genelun wird der Prozess gemacht, dessen Ausgang durch einen Zweikampf entschieden wird. Geneluns Vertreter Binabel und Tierrich, der von Roland erzogen wurde, kämpfen gegeneinander. Tierrich siegt gegen den weitaus erfahreneren und stärkeren Gegner, worauf Genelun gevierteilt und seine Anhänger enthauptet werden. ".
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