Abádi, Ervin [Aaron]:
Elmondom. My Story. 1942-1945. Budapest, Arany Janós Co. Ltd., mit Genehmigung des American Joint Distribution Committee, 1947. 8° (30 x 21 cm). vo. [5] 27 Blatt mit 27 Zinkographien von Maurice Littner nach Originalzeichnungen des Verfassers. Typographisch gestalteter Original-Pappband.
Sehr gutes Exemplar mit leichten Alterungsspuren. Vorderer Deckel mit kleinem Einriss.
Seltener Druck in einmaliger Auflage von nur 500 Exemplaren. Text in ungarischer und englischer Sprache.
Der ungarisch-jüdische Journalist und Graphiker Ervin [eigentlich: Aaron] Abadi (1918-1979) wurde 1940 zur Zwangsarbeit verpflichtet und nach einem vergeblichen Fluchtversuch nach Bergen-Belsen deportiert. Im Zuge der Evakuierung des Lagers im April 1945 wurde der schwer an Typhus erkrankte Abadi zusammen mit 2000 anderen Häftlingen und zahlreichen Kindern mit dem Zug nach Theresienstadt geschickt, konnte aber unterwegs von amerikanischen Soldaten befreit werden. Während seiner Rekonvaleszenz entstand die zugleich erschütternde und kraftvolle künstlerischen Dokumentation seiner Erfahrungen von Zwangsarbeit und Lagerhaft. Er emigrierte 1948 nach Israel.
- Die biographischen Informationen sind der website des United States Holocaust Memorial Museum entnommen.
Bestellnummer: 2111 - Aus Liste: Judaica
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Agnon, S.J. [Samuel Joseph]:
Und das Krumme wird gerade. Geschichte eines Menschen mit Namen Menascheh Chajim. Aus dem Hebräischen von Max Strauß. Berlin, Jüdischer Verlag, 1918. 8° (18 x 12,5 cm). 162 Seite, 1 Blatt. Original-Pappband mit hübscher zweifarbiger Deckelillustration im Geschmack des Jugendstils.
Exemplar mit Alterungsspuren. Vorderer Deckel mit alter Feuchtigkeitsspur. Innen sehr sauber. Erste deutsche Ausgabe.
Handschriftliche Widmung des Übersetzers Max Strauss an den bekannten österreichischen Schriftsteller und Theaterregisseur Richard Beer-Hofmann (1866-1945) aus dem Jahr 1920 auf dem vorderen Innendeckel.
Der aus Galizien stammende, tief in der religiösen und geistigen Tradition des Chassidismus verwurzelte Samuel Joseph Agnon (1888-1970) gilt als einer der wichtigsten hebräischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und erhielt 1966 den Nobelpreis für Literatur.
Bestellnummer: 1983 - Aus Liste: Judaica
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Áldor, Péter/ József Fodor:
1944. Budapest, Független Magyarorzág Kiadása, [1945]. 4° (29,5 x 21 cm). 18 (3) Blatt mit Illustrationen nach Zeichnungen von Peter Aldor. Mit einem Vorwort von Joszef Fodor. Text in ungarischer Sprache. Beiliegend ein Blatt mit übersetztem Text in englischer Sprache. Farbig illustrierte Originalbroschur.
Sehr gut erhaltenes, sauberes Exemplar mit leichten Alterungsspuren. Papier altersbedingt gebräunt. Umschlag mit kleinen Knicken und Randeinrissen. Mit dem fast immer fehlenden Erklärungsblatt in englischer Sprache. Erste Ausgabe.
Eine der frühesten bildlichen Dokumentationen der Judenvernichtung.
Der ungarisch-jüdische Künstler Peter Aldor (1904-1976) überlebte den Holocaust und emigrierte nach Kolumbien. Dort wurde er einer der bekanntesten politischen Cartoonisten und arbeitete für die Tageszeitung "El Tiempo". Mit seinen 1945 erstmals veröffentlichten 18 Zeichnungen dokumentiert er eindrucksvoll und beklemmend seine eigenen Erlebnisse in einer Bildsprache, die den Satiriker deutlich erkennen lässt. Die ersten fünf Tafeln behandeln eine Exekution von Zwangsarbeitern nach vergeblichem Fluchtversuch, bei der Aldor gezwungen war anwesend zu sein. Die Tafeln 6 bis 10 erzählen von Verhaftungen nach Hören des verbotenen Radiosenders BBC und den Schikanen gegen Juden in den Ghettos bis hin zur Deportation in Viehwagen und der Ermordung in den Konzentrationslagern. Der letzte Teil zeigt das Leid der Zivilbevölkerung unter den deutschen Invasoren und ungarischen Kollaborateuren und Kriminellen und schließt mit der biblischen Allegorie einer Frau, die sich umblickt und angesichts der totalen Zerstörung um sich herum erstarrt ("Loth").
Bestellnummer: 2112 - Aus Liste: Judaica
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Ausschuss für jüdische Kulturarbeit:
Schriften des Ausschusses für jüdische Kulturarbeit: Jüdische Jugendbücher. Band 1-8 (= alles Erschienene). Berlin, Jüdischer Verlag, 1920. Kl. 8°. Hübsch illustrierte Originalbroschuren.
TITEL:
1. Drei Legenden von Martin Buber, H.H. Cohn, Ch.Z. Klötzel. 61 Seiten.
2. Jehuda Steinberg: Der Soldat des Zaren. Übertragen und bearbeitet von R. Walzer. 127 Seiten.
3. Barth Hillel: In Bene Berak und andere Erzählungen. 40 Seiten.
4. Karl Glaser, Gibborim. 71 Seiten.
5. Moses Calvary: Durch Palästina. 159 Seiten.
6. Ch.Z. Klötzel: In Saloniki. 96 Seiten.
7. Elias Auerbach, Joab. Ein Heldenleben. 104 Seiten.
8. Heinrich Glanz-Sohar, Elisa und Jonadab. 56 Seiten.
Alle Exemplare von guter Erhaltung. Die empfindlichen Broschuren, z.T. mit kleinen Randläsuren. Band 6 und 7 mit kleinen Fehlstellen am Rücken. Ein vom Buchbinder unikal gefertigter, dekorativer Schuber mit Lederpapier-Überzug umfasst die 8 Schriften vollständig als Schutz und Schmuck zugleich. Interessantes Zeitdokument des deutschen Zionismus. Im Juni 1917 wurde vom "Ausschuss für jüdische Kulturarbeit" der "Zionistischen Vereinigung für Deutschland" ein Preisausschreiben für jüdische Jugenderzählungen ausgelobt. Zu den Preisrichtern zählten u.a. Martin Buber und Max Brod. Die vorliegenden acht preisgekrönten Erzählungen wurden später als Reihe "Jüdische Jugendbücher" veröffentlicht. Vgl. V. Dahm, Das jüdische Buch im Dritten Reich (1993), 474.
Bestellnummer: 1984 - Aus Liste: Judaica
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Bernard-Aldebert, [Jean]:
Chemin de Croix en 50 Stations. De Compiègne à Gusen II en pasant par Buchenwald, Mauthausen, Gusen I. Paris, Librairie Artheme Fayard, 1946. 4° (27 x 21,5 cm). 112 (1) Seiten mit 50 ganzseitigen Illustrationen, die den Leidensweg der Häftlinge in den verschiedenen Konzentrationslagern eindrucksvoll zeigen. Schöner Handeinband der Zeit in rotem Saffianleder mit Marmorpapierüberzug. Halbfranzband auf 5 echten Bünden mit handvergoldetem Rückentitel. Die farbig illustrierte Originalbroschur mit eingebunden.
Sehr gut erhaltenes Exemplar. Einige Seiten etwas fleckig und mit geringfügigen Knickspuren. Der Einband von tadelloser Erhaltung. Seltenes, frühes Zeitzeugnis in einem unikalen Handeinband, der in einem auffälligen Spannungsverhältnis zum Inhalt steht. Erste Ausgabe. Französische Sprache. [Deutscher Titel: Gusen II - Leidensweg in 50 Stationen].
Der französische Künstler Jean Bernard-Aldebert (1909-1974) arbeitete als Karikaturist für die Zeitschrift "Ric et Rac" und gründete 1939 in Lyon die Zeitschrift "La Dent de Lyon". Die drastische, fast comichafte Bildsprache ist auch in den vorliegenden 50 Zeichnungen des Leidensweges deutlich zu erkennen. Da die Gestapo 1943 glaubte, in einer Figur aus "Ric et Rac" eine Hitler-Karikatur zu erkennen, wurde Bernard-Aldebert verhaftet, nach Compiègne deportiert, und von dort nach Buchenwald, Mauthausen, Gusen I und schließlich Gusen II verbracht. Als einer der wenigen Überlebenden des Lagers Gusen II, dessen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu den schrecklichsten innerhalb des verbrecherischen NS-Systems zählten, zeichnete er 1945 gleich nach seiner Rückkehr nach Frankreich seine Erfahrungen auf.
Bestellnummer: 2113 - Aus Liste: Judaica
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Bund ehemaliger KZ-Häftlinge (Zürich):
Nie wieder! Katalog anlässlich der gleichnamigen Ausstellung. Zürich, [Selbstverlag, 1946]. 8° (21 x 15 cm). 16 Seiten mit 5 fotografischen Abbildungen und einer doppelblattgroßen Übersichtskarte der deutschen Konzentrationslager. Originalbroschur.
Sehr gutes, sauberes Exemplar mit leichten Alterungsspuren.
Die Fotografien entstammen der französischen Broschüre "Camps de Mort",Edition Julien Wolff, Paris (1946). Enthalten ist u.a. das bekannte Bild des Nobelpreisträgers Eli Wiesel [spiegelverkehrt] nach der Befreiung Buchenwalds, das am 6. Mai 1945 in der New York Times veröffentlicht worden war.
Bestellnummer: 2104 - Aus Liste: Judaica
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Busson, Suzanne [d.i. Félicie Suzanne Charles]:
Dans les Griffes Nazies. Angers - Fresnes - Ravensbrück - Mauthausen. Le Mans, Les Éditions Pierre Belon, 1946. 8° (18 x 13 cm). 172 (1) Seiten, 15 Tafeln mit Zeichnungen und fotografischen Abbildungen, ausgewählt vom französischen Ministère de l'Information. Unter den schockierenden Fotos wenig bekannte Aufnahmen. Farbig illustrierte Originalbroschur (signiert: C. Aditang ?).
Sehr gut erhaltenes, sauberes Exemplar mit den zu erwartenden Alterungsspuren. Seltene erste Ausgabe. Im selben Jahr erschien die zweite Auflage in Le Mans bei Maine-Libre.
Félicie Suzanne Charles (1896-1953) war zusammen mit ihrem Mann Adolphe Busson Mitglied der Résistance und wurde 1944 von der Gestapo verhaftet. Ein Jahr nach Kriegsende veröffentlichte sie ihre entsetzlichen Erlebnisse während der Gefängnis- und Lagerhaft.
Bestellnummer: 2105 - Aus Liste: Judaica
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Cassou, J./ F. Reisz:
Témoignages sur Auschwitz. Préface de Jean Cassou. Dessins de François Reisz. Paris, Edition de l'Amicale des Déportés d'Auschwitz, 1946. 8° (24 x 16 cm). 1 Plan, III, 201 (1) Seiten mit diversen Textillustrationen, 4 Tafeln mit fotografischen Abbildungen, 1 Bl. (Inhaltsverzeichnis). Farbig illustrierte Originalbroschur.
Umschlag mit Fehlstelle am Rücken und kleinen Randläsuren, Papier altersbedingt gebräunt, sonst sehr gut erhalten. Unmittelbar unter dem Eindruck der Lagerhaft entstandenes, wichtiges Zeitdokument.
Bestellnummer: 2103 - Aus Liste: Judaica
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Du Maurier, George:
Trilby. A Novel. With 121 Illustrations by the Author. London, Osgood, McIlvaine & Co., 1895. 8° (18,5 x 15 cm). 447 Seiten, 1 Blatt. Prachtvoller signierter Meistereinband der berühmten englischen Kunstbuchbinderei Zaehnsdorf. Franzband in rotem Kalbsleder auf 5 echten Bünden mit 2 goldgeprägten Lederrückenschildern und dekorativer Rückenvergoldung, reicher Steh- und Innenkantenvergoldung, filigranem goldgeprägtem Rahmen auf beiden Deckeln und dreiseitigem Goldschnitt. Dreifarbig handumstochene Kapitale.
Sehr gut erhaltene Ausgabe in luxuriöser Ausführung. Das empfindliche Leder an den Deckeln minimal berieben. Exemplar mit historisch interessanter Provenienz. Schönes Exlibris Dr. Georg Landauer (sitzende Katze im linken Profil mit dem Leitspruch "Ganz oder gar nicht" und handschriftlicher Numerierung 505) am Innendeckel. Vortitelblatt mit altem Besitzerstempel Dr. Georg Landauer. Titelblatt verso mit NS-Stempel der Studienbibliothek Linz. Frühe Ausgabe ein Jahr nach der Erstveröffentlichung 1895.
George Louis Palmella Busson du Maurier (1834-1896) war ein bedeutender Karikaturist (Punch u.a. ) des viktorianischen England und Autor von drei heute wenig bekannten Romanen, u.a. "Peter Ibbetson" .
Im Mittelpunkt seines bekanntesten Roman "Trilby" stehen drei englische Maler, die sich ein Atelier im Pariser Quartier Latin teilen und dort das zauberhafte Modell Trilby - die Titelfigur- sowie den unangenehmen, aber hochmusikalischen Hypnotiseur Svengali kennenlernen. Jahre später begegnen sich die Protagonisten in London wieder. Die völlig unmusikalische Trilby ist inzwischen eine gefeierte Sängerin, weil Svengali sie in Hypnose versetzt und zu seinem Instrument gemacht hat, durch das er seine eigene Musikalität zum Ausdruck bringt.
Mit der Figur des jüdischen Hypnotiseurs Svengali schuf George du Maurier den Prototyp eines Menschen, der eine finstere Macht über andere gewinnt und sie negativ manipuliert. Dabei bedient er nicht nur das aufkommende Interesse an Hypnose, Mesmerismus und der Entdeckung des Unterbewußtseins, sondern auch die antisemitischen Tendenzen seiner Zeit. Vgl. D. Pick, Svengali's Web (2000).
Georg Landauer (1863-1943) stammte aus einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Wien, die 1913 nach Bad Ischl umzog. Obgleich er 1920 mit seiner gesamten Familie konvertierte und praktizierender Katholik war, wurde 1938 nach der Annexion Österreichs die Arisierung seines Besitzes eingeleitet. Landauer konnte nach England emigrieren, wo er 1943 starb. Seine ca. 5000 Bände umfassende Bibliothek eignete sich die Studienbibliothek Linz an. Dem Rückstellungsantrag von Landauers Sohn, Dr. Adolf Landauer, wurde 1949 stattgegeben, jedoch umfasst das "Verzeichnis als Eigentum Dr. Georg Landauereschiedenen Bücher" nur 1300 Titel und auch diese wurden nicht vollständig zurückgegeben, sondern befinden sich z.T noch unkatalogisiert in den Beständen der Oberösterreichischen Landesbibliothek. Dr. Adolf Landauer verkaufte die zurückgegebenen Bücher nachweislich im antiquarischen Buchhandel in der Schweiz. Ob er nur die wervollereren Titel ausgesucht und auf die Rückgabe des Rests verzichtet hat, ist unklar. (Quelle: Monika Eichinger, Die Studienbibliothek Linz in der NS-Zeit, Diplomarbeit Wien 2009, 92-108.)
Bestellnummer: 1706 - Aus Liste: Judaica
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Favier, A./ P. Mania/ Boris [Taslitzky] :
Buchenwald. Scènes prises sur le vif des horreurs nazies. 78 planches dessinées par A. Favier. P. Mania, Boris (Taslitzky). Préface de C. Pineau. Textes de P. Mania. Lyon, Imprimerie Artistique en Couleurs, 1946.
2° (39 x 29 cm). 13 Bll., 78 teils kolorierten Tafeln. Farbig illustrierte Original-Broschur. Mit äußerst selten erhaltener Original-Chemise im Original-Schuber.
Sehr gut erhaltenes, sauberes Exemplar. Der fast immer fehlende Schuber stark lädiert. Innen tadellos. In limitierter Auflage von 1350 Exemplaren erschienenes bibliophiles Mappenwerk.
Eines der wichtigsten visuellen Zeitdokumente des Lageralltags, geschaffen von französischen Graphikern, die als Häftlinge in der Lichtpausanstalt arbeiteten. Die detailreichen Skizzen und Portraits entstanden während der Haft und unmittelbar nach der Befreiung. Viele der Arbeiten waren in Buchenwald 1975 in der Ausstellung "Kunst hinter Stacheldraht" zu sehen. Vgl. Thomas Heimann, Bilder von Buchenwald (2005), 174 f. Beiliegend Original-Anstecknadel zur Einweihung der DDR-Gedenkstätte 1958.
Bestellnummer: 2118 - Aus Liste: Judaica
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Favier, A./ P. Mania/ Boris [Taslitzky]:
Buchenwald. Scènes prises sur le vif des horreurs nazies. 78 planches dessinées par A. Favier. P. Mania, Boris (Taslitzky). Préface de C. Pineau. Textes de P. Mania. Lyon, Imprimerie Artistique en Couleurs, 1946. 2° (39 x 29 cm). 13 Bll., 78 teils kolorierten Tafeln. Farbig illustrierte Original-Broschur.
Rücken lädiert. Innen sehr sauber und gut erhalten. In limitierter Auflage von 1350 Exemplaren erschienenes bibliophiles Mappenwerk.
Eines der wichtigsten visuellen Zeitdokumente des Lageralltags, geschaffen von französischen Graphikern, die als Häftlinge in der Lichtpausanstalt arbeiteten. Die detailreichen Skizzen und Portraits entstanden während der Haft und unmittelbar nach der Befreiung. Viele der Arbeiten waren in Buchenwald 1975 in der Ausstellung "Kunst hinter Stacheldraht" zu sehen. Vgl. Thomas Heimann, Bilder von Buchenwald (2005), 174 f. Beiliegend Original-Anstecknadel zur Einweihung der DDR-Gedenkstätte 1958.
Bestellnummer: 2120 - Aus Liste: Judaica
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Fokkens, Phokas:
Vrouwen links ... Mannen rechts! Met teekeningen van den schrijver uit de strafgevangenis aan den Amstelveenschenweg te Amsterdam. Amsterdam, Uitgeverij "De Uil", [1945]. 8° (18 x 14 cm). 186 Seiten mit 9 montierten farbigen Illustrationen des niederländischen Künstlers, die Szenen aus dem Gefängnis am Amstelveenseweg in Amsterdam zeigen, in dem u.a. auch Anne Franks Helfer Jo Kleimann und Victor Kugler verhaftet waren. Farbig illustrierter Original-Halbleinenband.
Sehr gut erhaltenes, sauberes Exemplar.
Erste Ausgabe. Frühe Erzählung in niederländischer Sprache, welche die nationalsozialistischen Verbrechen in Holland thematisiert. Der niederländische Maler und Grafiker Phokas Fokkens (1888-1956) lebte und arbeitete nach seinem Kunsttudium in Antwerpen in Amsterdam, Brüssel, Paris und Blaricum. Er war 1912 Gründungsmitglied der Künstlergruppe 'De Onafhankelijken' ("Die Unabhängigen"), zu der auch Paul Citroen, Piet Mondriaan und Jan Sluijters gehörten.
Bestellnummer: 2100 - Aus Liste: Judaica
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Frank, Anne / Füllstoff Gesellschaft mbH Köln/Wesseling (Hg.):
Aus dem Tagebuch der Anne Frank. 13. Januar 1943. Frankfurt am Main, Kruse Presse + Verlag [1965]. 4° (26 x 17cm). 12 Blatt ohne Paginierung. Text in niederländischer und deutscher Sprache. Mit einer Einführung von Rüdiger Gero Bojunga.
Handgebundener Halbpergamentband mit Buntpapier-Überzug. Tadellos erhalten.
Eines von 300 numerierten limitierten Exemplaren. Handsatz und Handpresendruck: Kruse Presse + Verlag Frankfurt am Main. Gedruckt in der 9 und 14 Punkt Garamond Antiqua und Kursiv auf handgeschöpftem Original Japan Kochi white. Seltener Pressendruck zur Erinnerung an den 20. Todestag von Anne Frank, stellvertretend für das Schicksal von Millionen.
Bestellnummer: 1391 - Aus Liste: Judaica
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Frère Birin des École Chrétinnes/ No. 43.652 (d.i. Alfred Untereiner]:
16 Mois de Bagne. Buchenwald-Dora. Deuxième Édition. Épernay, Dautelle, 1947. 8° (18,5 x 12,5 cm). 140 (1) Seiten, 3 Tafeln mit Zeichnungen und fotografischen Abbildungen. Originalbroschur mit bemerkenswerter farbiger Illustration von R. Chevillon.
Gut erhaltenes, sauberes Exemplar mit leichten Alterungspuren. Zweite Auflage. Französische Sprache.
Wichtiges Zeugnis eines katholischen Ordensbruders, der in seiner Heimatstadt Épernay Gefangenen und jungen Männern, die zum Arbeitseinsatz in Deutschland zwangsverpflichtet werden sollten, half zu fliehen, indem er ihnen falsche Papiere verschaffte. Er wurde im Januar 1944 verhaftet und nach Buchenwald deportiert, wo er die Nummer 43 652 erhielt. Im März 1944 wurde er nach Dora verlegt. Dort setzte er alles daran, als Mitarbeiter der Häftlingsverwaltung seine Kameraden zu beschützen von den tödlichen Kommandos abzuziehen. Im November 1944 wurde er daher ins Gefängnis von Nordhausen überstellt, wo er 5 Monate im Bunker litt, bevor er im April 1945 auf den Todesmarsch nach Bergen-Belsen geschickt wurde. Körperlich geschwächt, überlebte den Todesmarsch dank der Hilfe seines alten Freundes, des Champagner-Erben Paul Chandon-Moët, der auch das Vorwort zu diesem Buch schrieb.
Bestellnummer: 2115 - Aus Liste: Judaica
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Freund, Julius:
O Buchenwald! Mit zehn ganzseitigen Abbildungen nach Originalzeichnungen von Ing. N. Schwalba (Rijeka) und Rolly Gerö (Berlin). Klagenfurt, Selbstverlag, 1945. Gr. 8° (24 x 17 cm). 200 Seiten, 2 Blatt. Farbig illustrierte Originalbroschur nach einem Entwurf des Verfassers.
Sehr gut erhaltenes, sauberes Exemplar. Vortitelblatt und Frontispiz leicht wellig und mit schwacher alter Feuchtigkeitsspur.
Früher, bereits 1939 niedergeschriebener Augenzeugenbericht des österreichischen Sozialisten Julius Freund. Mit einem Vorwort von Theodor Csokor. Enthält neben den 10 Abbildungstafeln einige Faksimiles, die ersten Takte des Buchenwald-Liedes und einen ganzseitigen, aus der Erinnerung gezeichneten Lagerplan.
Bestellnummer: 2106 - Aus Liste: Judaica
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