Gutsmuths, Friedr[ich] Wilh[elm]:
Der praktische Hefenfabrikant, oder gründliche Anweisung, nicht allein die holländische Preßhefe nach einer verbesserten Methode zu fabriciren, sondern auch die besten Arten flüssiger Hefen für die Weißbäckerei auf leichte Weise mit wenigen Kosten sich zu Nebst Mittheilung der besten Recepte zur Bereitung künstlicher Gährungsmittel für die Branntweinbrennerei. Quedlinburg u. Leipzig, G. Basse, 1833. 8vo. (17,0 x 10,0 cm). 48 S. (S. 44-48 Anzeigen). Halblederband d. Zt. Erste Ausgabe. - Enthält auch Absätze, die sich mit S. F. Hermbstädts Verfahren zur Hefeherstellung auseinandersetzen. - Engelmann S. 132. - Angebunden: 1. Ders.: Katechismus für praktische Branntweinbrenner; oder der seinen Brenner belehrende Brennherr. In Fragen und Antworten. Ebda. 1834. VI S., 1 Bl., 40 S. (S. 38-40 Anzeigen). - Erste Ausgabe. - Gutsmuths war "praktischer Bäcker und Branntweinbrenner" in Quedlinburg. - Schoene³ 12419. - Engelmann S. 131. - 2. [Karl Georg Heinrich Westphal]: Erprobte Mittel das Ausgehen der Haare zu verhindern, den Haarwuchs zu befördern und zu bewirken, daß kahle Stellen des Kopfes sich wieder mit Haaren bedecken; sowie bewährte Vorschriften, um Warzen, Sommersprossen, Leberflecke und Muttermäler wegzubringen. Von einem praktischen Arzte. Zweite Auflage. Ebda. 1832. 36 S., 2 Bl. Anzeigen. - Eine erste Ausgabe ist nicht nachweisbar. - Westphal (1784-1861) war als praktischer Arzt in Quedlinburg tätig, widmete sich aber später nur noch dem Verfassen populärer medizinischer Schriften. - Vgl. Hirsch/Hüb. V, S. 913. Einband beschabt u. mit kleinen Wurmlöchern. Rückendeckel mit größerem Nagelloch, auch die Schrift von Westphal betroffen. Die Schriften von Gutsmuths mit Wurmspuren in den Rändern.
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Lachenmayer, [Jakob Friedrich]:
Schreib und Zeichenbuch für den Unterricht der weiblichen Handarbeiten. Mit Genehmigung der Königl. Commission für die gewerbl. Fortbildungsschulen in Stuttgart. Eingeführt in der Frauenarbeitsschule zu Reutlingen. (Einbandtitel). 4 Bände. Mit 4 (2 identi ]. 4to. (32,2 x 20,6 cm). Illustrierte Orig.-Halbleinwandbände. Das Schreib- und Zeichenbuch besteht aus dem gedruckten Titel u. leeren Blättern mit einer gedruckten mit Maßzahlen versehenen Bordüre. Der Leerraum wurde in diesem Fall von der Schülerin Katharina Renz aus Lindau mit handschriftl. Texten u. Tuschfederzeichnungen in Schwarz u. Rot ausgefüllt. - Teile 1 u. 2: Abtheilung für die Fachschulen des Anfertigens der gesam(m)ten Wäsche, des Hand u. Maschinennähens. 39 Bl. Mit Angaben zum Zeichnen u. Schnitt von Taillen, Ärmeln, Röcken u. Kleidern für Frauen u. Kinder zum Nähen. - 37 Bl. Mit Beschreibung von zwei Nähmaschinen u. Angaben für das Nähen von Schürzen, Unterröcken, Nacht- u. Bettwäsche sowie Herrenhemden. - 3: Abtheilung für die Fachschule des Kleidermachens und der Confectionsarbeiten. 24 Bl. Angaben zum Nähen von Kinder- u. Damenhemden. - 4: Abtheilung für die Fachschule des Geflechtes, des Strickens, Häkelns, Filetens u. Rahmens etc. 47 Bl. davon 8 einseitig mit lithogr. Mustern bedruckt. Über Strümpfe, Kinderbekleidung, Handschuhe, Hauben, Kapuzen u. Kragen. - Reutlingen war seinerzeit ein Zentrum der Württembergischen Textil-Handarbeiten u. wurde durch wachsende Konkurrenz "veranlaßt, eine geschmackvollere, modischere, dem Absatzmarkt angepaßtere Ausführung der Handarbeiten anzustreben" (Junck S. 126). Aus diesem Grund wurde 1868 die Industriezeichenschule (seit 1870 Frauenarbeitsschule) gegründet. - Einer der Hauptinitiatoren war der Zeichenlehrer J. F. Lachenmayer (1829-1921), der bis 1900 dort unterrichtet hat. 1883 hat er auch noch eine "Farbenfibel" herausgegeben. Junck: Die Gründungsgeschichte der Frauenarbeitsschule in Reutlingen. In: Reutlinger Geschichtsblätter 2000, S. 117-193, insb. S. 128ff., S. 142 u. 172 (Abb.). - Nicht bei Lipperheide. - Etwas bestoßen u. angestaubt. Etwas stockfleckig, im Gelenk teilweise geplatzt (fehlende Blätter?). In Teil 2 ein Blatt nur noch rudimentär vorhanden. Nicht alle Blätter beschrieben.
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Rudolph, A:
Die edlen Metalle und Schmucksteine, oder die Gold- und Silberarbeiter-, Scheide- und Probirkunst, Decimal- und Vermischungsrechnung, Münz- und Edelsteinkunde Mit 37 Tabellen. Ein praktisches Handbuch für Juweliere, Gold- und Silberarbeiter... Dritte vermehrte, nach dem 1000theiligen Gehalt, dem Zollvereinsgewicht und dem 30 Thaler-, 45- und 52 1/2-Guldenfuß umgearbeitete Auflage. Mit 1 lithogr. Tafel mit 13 Abb. von Schleifformen der Schmucksteine. Breslau, Verlags-Comptoir (C. Tragmann), 1859. 8vo. (19,6 x 13,5 cm). 3 Bll., 175 S., (3 S. Inhalt). Neuer Pappband. Gegenüber der ersten (1850) u. zweiten (1854) Ausgabe erweitert, vor allem auf Grund des Allgemeinen deutschen Münzvertrages vom 24. Januar 1857. - Zuerst behandelt Rudolph die Metalle (u.a. Scheiden, Proben, Gewicht, Vermischungsrechnung, Gold- u. Silberwert sowie die Münzen). Ab S. 137 folgen die Kapitel über die verschiedenen Schmucksteine mit einem Anhang u.a. zu Korallen u. Perlen. Sinkankas 5623 ("not seen; from E Kluge's Edelsteinkunde, 1860, p 3."). - Vereinzelt stockfleckig, Ränder leicht gebräunt.
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Schmidt, Karl (meist: Carl) Wilhelm:
Die Gewerbs-Schule für alle Stände oder Technisches Handbuch für Künste, Handwerke, Oekonomie und Handel Erster Band [alles Erschienene]. Mit 2 gefalt. Tafeln. Posen u. Leipzig, J. F. Kühn, 1817. Gr.-8vo. (22,7 x 13,7 cm). Titel, XXXVI, 358 S. Orig.-Interimsbroschur. Einzige Ausgabe. - Carl Wilhelm Schmidt ist zwischen 1808 und 1829 mit zahlreichen Werken zum Brauwesen u. zur Branntweinherstellung hervorgetreten. Er war als Brauer u. Kgl. Preußischer Steuerrendant tätig. In vorliegendem Werk behandelt er neben Fragen der Brauerei u. Destillation auch die Herstellung der Areometer, des Marquardschen Löthrohres (mit Abb.), eines Glasblasetisches (Abb.), die Skalen verschiedener Meßinstrumente, eine Kühlmaschine für Brauereien, die Herstellung von Kitten, Lackfirnissen u. Siegellack, Guß u. Behandlung von Pinschpek sowie umfangreich die Tabakmanufaktur. Außerdem über Torf, Bleiarbeit u. Dachdeckerei. - Exemplar der Tetschener Bibliothek (Stempel verso Titel). Engelmann S. 342. - Nicht bei Duncan. - Rücken rissig, Bibl.-Schild entfernt. Meist unaufgeschnittenes Exemplar.
Bestellnummer: 3403 - Aus Liste: Handwerk Frage zu diesem Angebot stellen
Siddons, G. A:
Praktischer und erfahrener englischer Rathgeber in der Kunst des Schleifens und Polirens oder ausführliche Beschreibung der Maschinen, Apparate und Stoffe, mittels welcher dem Golde, Silber, Neusilber, Platin, Stahle .. den Edelsteinen und Perlen... den optischen Gläsern und den Spiegeln, dem Marmor, Granit und Schiefer... dem Elfenbeine, Beine, Horne, Schildpatt, Gagat, Bernsteine und Holze... auf dem Wege des Schleifens und Polirens der höchste Grad von Glanz, Glätte und Schönheit ertheilt werden kann... Ein Hand- und Nachschlagebuch für Künstler... Dritte verbesserte und gänzlich umgearbeitete Auflage von Alexander Richter. Weimar, B. F. Voigt, 1861. 8vo. (17,5 x 10,8 cm). Titel, IX-XVI S., 151 S., (1 S. Anzeigen). Marmorierter Halblederband d. Zt. mit rotem Lederrückenschild. Neuer Schauplatz der Künste, Bd. 82. - Deutsche Übertragung von "The Cabinet-makers Guide" (5. Aufl. London 1830). - Gegenüber den beiden ersten deutschen Ausgaben (1835 u. 1842 von C. H. Schmidt hrsg.) auf die Teile über das Schleifen und Polieren begrenzt, behandelt das Werk die Behandlung der edlen u. unedlen Metalle, des Glases, der (Edel)steine, verschiedener Naturstoffe, des Holzes sowie auch der Lackarbeiten. - Der nicht weiter bekannte englische Verfasser auf dem Titel falsch als "Siddon" angegeben. Baldamus, Gewerbskunde S. 111. - Vgl. Engelmann S. 330 u. Schießl 863. - Gering berieben. Rücken mit kleinem Bibl.-Schild. Etwas stockfleckig. Ohne die 6 S. Verzeichnis des Schauplatzes.
Bestellnummer: 3381 - Aus Liste: Handwerk Frage zu diesem Angebot stellen